Während der Saison 2024/2025 wird die Mezzosopranistin Sophie Gallagher ihr Debüt in der Rolle des Sesto in La Clemenza di Tito von Mozart geben, in einer Inszenierung von Benoît De Leersnyder und unter der musikalischen Leitung von Korneel Bernolet im deSingel in Antwerpen. Außerdem wird sie als Solistin mit dem Orchestre du Capitole de Toulouse unter der Leitung von Ton Koopman für Pergolesis Stabat Mater auftreten, bevor sie die Second Witch in Dido and Aeneas von Purcell im Concertgebouw Amsterdam verkörpert, an der Seite des Ensembles Il Gardellino unter der musikalischen und dramaturgischen Leitung von Korneel Bernolet.

Als Gewinnerin des ersten Preises beim Gustav-Mahler-Wettbewerb in Genf 2021, gemeinsam mit dem Pianisten Émile Chandellier, debütierte sie in Rollen wie Emmie in Albert Herring von Britten beim Maggio Musicale Fiorentino (Jonathan Webb/Alessandro Talevi) und First Witch in Dido and Aeneas von Purcell (Harry Bicket/The English Concert) an der Opéra de Lausanne. Zudem spielte sie die Rolle der Rachel in The Song of the Ladder von John Barber, einem Werk, das in einer Weltpremiere aufgeführt und im Juni 2024 auf RAI ausgestrahlt wurde. Als Artist in Residence übernahm sie die Hauptrolle in Peregrin and the Giant Fish, einem Film der Pinacoteca Brera Musica in Mailand, der in Kinos in ganz Italien gezeigt wurde.

Sophie ist sowohl für die Oper als auch für das Konzertrepertoire gleichermaßen leidenschaftlich. Sie tritt regelmäßig mit dem Ensemble Gli Angeli auf, dessen jüngste Interpretation der Johannespassion von Bach im Victoria Hall von der Kritik hochgelobt wurde: „Die junge Sophie Gallagher besitzt alle stimmlichen Voraussetzungen für dieses Repertoire – eine runde Stimme mit fruchtigem Klang“ (Le Temps). Diese Sensibilität spiegelt sich auch in ihrer bei Claves Records veröffentlichten Aufnahme wider. Im Vereinigten Königreich gibt sie Liederabende in der Queen’s Gallery des Buckingham Palace und tritt als Solistin in zahlreichen Oratorien auf, darunter Schütz’ Weihnachtshistorie in St. John’s Smith Square.

Schon in jungen Jahren studierte Sophie Gesang, Violoncello, Klavier und Orgel an den renommierten Schulen der Kathedrale von Salisbury und der Kathedrale von Wells. Später widmete sie sich vollständig dem Gesang, erwarb einen Bachelor am Royal College of Music (Josephine Baker Prize) und absolvierte anschließend einen Master an der Haute École de Musique in Genf, wo sie bei Heidi Brunner und Nina Uhari sowie bei Raymond Connell (UK) studierte. Ihren beruflichen Werdegang setzt sie fort, indem sie ihre Gesangstechnik bei KS Michael Schade, Michèle Losier und Nenad Marinkovic weiter verfeinert.